Der Podcast zum Buch

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In diesem Podcast lese ich aus dem Buch “Vom Antworten geben zum Fragen stellen – Grundlagen Evokatorischer Beratung”, welches ich gemeinsam mit Martina Rosanski geschrieben habe.

Wir unterteilen darin die Beratungsprozesse in vier wesentliche Schritte, die wir Fundament, Außenwände, Inneneinrichtung und Dach nennen. Jede Phase hat ihre Bedeutung und innerhalb der Phasen gibt es sicherlich noch weitere Differenzierungsmöglichkeiten.

Hör rein, lass dich wöchentlich inspirieren und folge den Übungen.

Gerne freuen wir uns über eine Rückmeldung, Anmerkungen etc. per Mail an Buch[at]evokator.de

Die Zeit zwischen den Jahren

Seit einigen Jahren beobachte ich einen Boom der Auseinandersetzung mit den Rauhnächten, den 12 “heiligen Nächten” zwischen dem 24.12. und dem 5.1. des neuen Jahres. In unserer nördlichen Hemisphäre sind dies schon nicht mehr ganz die längsten Nächte. Aber sie vermitteln weltweit das Gefühl einer Besinnungspause. Die Jahresabschlüsse sind gemacht, das neue Jahr noch nicht so richtig da. Zeit zum Innehalten.

In dieser Zeit, so erzählte es mir vor mehr als 20 Jahren der damals weit über 80jährige Bauer Georg Wilhelm Schmidt, haben früher die Bauern ihre Träume beobachtet, um daraus den Blick auf die kommenden 12 Monate zu schärfen. Auch einige Bücher gibt es inzwischen, die diesen alten Brauch wieder aufleben lassen. Der Anthroposoph Rudolf Steiner soll erwähnt haben, dass in dieser Zeit der Zugang zur geistigen Welt besonders leicht sei.

Georg Wilhelm Schmidt setzte fort, was sein Vater 1924 nach dem sogenannten landwirtschaftlichen Kurs in Koberwitz begann: er säte Bäume in dieser Zeit und auch Getreide und züchtete so, mit dem Einfluss von Planetenkonstellationen, zukunftsfähige Pflanzen. Ich selbst habe für eine kurze Zeit dies im Schlosspark Freudenberg weiter fortgeführt und erlebte erstaunte Besucher, die sich die jungen Ulmen nach ein paar Jahren ansahen. Heute führt Bernhard Stichelmaier die Entwicklung eines Zukunftswaldes auf dem Freudenberg fort.

Schmidt sagte damals schon, das Gefüge sei jedoch verschoben. Es wäre nicht mehr Januar bis Dezember, sondern September bis August, was in diesen heiligen Nächten durchlaufen wird.

Betrachte ich heute die aktuelle Literatur und die Social-Media-Einträge und Aufrufe, so finde ich sehr unterschiedliche Darstellungen und Empfehlungen für diese Zeit. Einige berufen sich auf die alten Bräuche, andere entwickeln neue Ideen oder folgen ihren eigenen Reflexionsfragen. Aber alle haben eines gemeinsam:

Diese Zeit zwischen den Jahren lässt uns innehalten und sowohl rückbesinnende, als auch vorwärtsgerichtete Fragen stellen. Es ist die Zeit der grössten Fragentiefe im Jahr. Wir gestatten uns in dieser Zeit, tiefgreifende Fragen aufzuwerfen und sie vorerst stehen zu lassen. Wir suchen nicht die klare Antwort, sondern ringen mit den Fragen, suchen Ansätze in möglichen Deutungen und lassen dennoch zu, dass diese Fragen offen bleiben. Wir leben in dieser Zeit anders mit unseren Fragen.

Warum aber tun wir das nur in dieser Zeit? Warum gelingt es uns nicht, diese Haltung zu diesen Fragen über das ganze Jahr beizubehalten?

Im Alltag holt uns das Business wieder ein. Wir wollen schnelle Entscheidungen und Antworten auf unsere Fragen, denn nur dann haben wir das Gefühl, wir kommen einen Schritt weiter. Mit jeder klaren Antwort, die wir auf eine Frage geben können, erstirbt die Frage. Wir lassen sie als Spur zurück: Was ist meine Geschäftsidee? Wie setze ich sie um? Was macht meinen USP aus? Wie lautet mein Purpose? Habe ich die Kennzahlen erreicht?…

Wir erleben uns einerseits als fragende Wesen, andererseits leben wir in einer dermaßen starken Antwortkultur, dass uns gar nicht mehr auffällt, wie wirksam Fragen sind, die wir nicht beantworten können. Aber in diesen Rauhnächten, in dieser Zeit, da bekommen wir noch ein Gefühl dafür. Manche werden demütig, andere besinnlich. Viele von uns erinnern sich an Vorsätze, die sie sich in dieser Zeit vorgenommen haben. Sie beschreiben dann, ob es ihnen gelungen ist, oder ob sie gescheitert sind. Die Frage, ob es gelingen wird, begleitet sie durch ihr Jahr.

In Krisensituationen werden ebenfalls die großen Fragen geweckt. Das Jahr 2020 ist ein Krisenjahr, weil es mehr Fragen aufwirft, als die satten Jahre vorher. Es ist, als hätten wir das ganze Jahr Rauhnächtestimmung, Wir orientieren uns an den großen, offenen Fragen: Wie begegnen wir wirklich dem Klimawandel? Wa ist echte Silidarität im Umgang mit Impfstoffen, Freiheitseinschränkung, was ist an Urlaubsreisen nötig? Wie muss Bildung in Zukunft aussehen? …

Keiner von uns kennt die richtige Antwort darauf. Kaum einer mag sich wünschen, diese Antwort für jemand anderen entscheiden zu müssen. Und dennoch helfen uns diese Fragen uns selbst immer wieder zu verorten. Der Standpunkt, den wir für einen Moment dadurch bestimmen können, hilft uns, uns zu entwickeln. Anders als bei den alten Fragen, die durch eine klare Antwort ersterben, lassen uns die großen Fragen frei, bieten Entwicklungsräume, Leitplanken.

Agile Teams leben genau aus diesem Phänomen: Die große Aufgabe wird für einzelne Momente in kleinere Unterziele zerlegt, die erreichbar sind, die Fragen zulassen, die beantwortet werden können durch Versuch aber auch durch Irrtum. Dabei wird große Mühe aufgebracht, diese Unterziele zu beschreiben, voneinander abzugrenzen, zu gewichten. Dies wird deutlich leichter, wenn man beginnt, sich die Fragen anzuschauen, die hinter diesen Zielen stehen. In Agilen Teams herrscht meist auch eine bessere Fragekultur.

Doch zurück zum Zukunftswald im Schlosspark Freudenberg und zu den Rauhnächten: Ich habe zu meinen ersten Aussaaten nicht gewusst ob es einen Unterschied macht. Ich habe es getan, habe mir den Tag und die Uhrzeit herausgesucht und habe 24 h später eine Kontrollsaat mit dem gleichen Saatgut angelegt. Ich musste mehrere Jahre warten, bis das Ergebnis sichtbar wurde. Die ganze Zeit hat mich die Frage begleitet, was aus unseren Ulmen wird. Diese Frage hat mich motiviert, die Pflanzschule zu pflegen, zu beobachten, zu dokumentieren…

Die tiefen Fragen zwischen den Jahren motivieren uns über das Jahr hinweg. Sie geben Orientierung und Raum. Ich habe das Gefühl, dass 2020 ein ganzes Jahr war, was uns hilft, wieder zu lernen, mit diesen Fragen Zukunft neu zu gestalten.

In diesem Sinne entsteht mein Wunsch für 2021: Mögen wir gemeinsam die großen Fragen als Chance sehen, mögen wir die Ausdauer und den Mut haben, diese Fragen nicht zu schnell gänzlich zu beantworten, sondern mit ihrer Hilfe die Sensibilität, uns selbst immer wieder auf den richtigen Weg zu bringen, woimmer er uns auch hinführt!

Was sind deine großen Fragen, die dich leiten?

Vom Antworten geben zum Fragen stellen

Gemeinsam mit Martina Rosanski habe ich vor zwei Jahren ein Buch veröffentlicht. Ziel war es, die evokatorische Haltung in den Beratungsprozess zu integrieren und Menschen, die beratend tätig sind mit Übungen zu unterstützen.

Seit ein paar Wochen lese ich wöchentlich einen Teil des Buches vor, gebe weitere Erläuterungen zu den Übungen und baue spreche auch immer wieder mit Martina über diesen Entstehungsprozess, die Aktualität und unsere persönlichen Ansichten dazu.

Diese Lesung und die Gespräche darüber habe ich in einem Podcast veröffentlicht:

Du kannst den Podcast auch generell suchen und beispielsweise bei Spotify, Google-Podcasts oder ITunes abbonieren.

Viel Freude beim Hören und Üben!

Be-Sinnliche Weihnachten

Ja, dieses Jahr ist anders. Die Bedrohung durch Corona, die Spaltung der Gesellschaft, die Reaktionen der Politik, die Einschränkungen aus uns selbst heraus oder von außen bestimmt. Die Erkenntnisse der Marktstrukturen, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten einsetzenden Marktveränderungen, die Umstellungen in den Begegnungen …

Und dann kommt jetzt, zu einem der kulturell am weitesten verbreiteten Fest, der zweite, harte Lockdown.

Die Nachrichten sind mit Sondersendungen angereichert, Zweifler und Befürworter werden gehört, Betroffene auf ihre Wünsche hin befragt.

Meine Frau ist Erzieherin. Auch ihr Kindergarten wird nur noch Notfälle betreuen, Kinder aus systemrelevanten Elternhäusern. Sie macht sich Sorgen um die Kinder aus den sozialschwachen Elternhäusern, bei denen erste Studien vom Anstieg der Gewalt, von Depressionen etc. sprechen.

Vor ein paar Tagen sprachen wir über eine Frage, die ich gerne weitergeben mag: Warum nutzen wir dieses Jahr nicht dafür, unser Verhältnis zu Weihnachten zu hinterfragen umd neu zu gestalten?

In den anderen Jahren haben auch wir es als stressig empfunden, auf den verschiedenen Weihnachtsfeiern zu erscheinen, Freunde auf Weihnachtsmärkten zu treffen und die Weihnachtseinkäufe zu erledigen.

Dieses Jahr kommt bei uns eine andere Weihnachtsstimmung auf. Wir be-Sinnen uns wirklich. Als Familie sitzen wir an den Nachmittagen zusammen oder machen ausgiebige Spaziergänge. Wir tauschen uns untereinander aus, teilen Gedanken und tiefe Wünsche, hören uns Botschaften aus virtuellen Adventskalendern an.

Welche Bräuche und Rituale können wir neu entwickeln, neu mit innerer Haltung füllen, zu kraftgebenden, bereichernden Gedankenübungen machen?

Plötzlich liegen die Begriffe Danken und Denken nebeneinander und das meditative Denken und Danken füllt diese Zeit. Be-Sinnung: mit allen Sinnen im Hier und Jetzt zu sein, sich in der Wahrnehmung zu üben, zu erkunden, wie aus dem Wahrgenommenen Gedanken sich formen, Fragen an das Leben, an uns, an die Gesellschaft, wie aus den Fragen Impulse entstehen, wie Motivation wächst und Beziehung reift.

Ich wünsche dir ein besinnliches Weihnachtsfest. Vielleicht gehörst du auch zu denjenigen, die die “zwölf heiligen Nächte” für eine besondere Innere Reise nutzen und damit vorchristliche Rituale aufgreifen.

Egal, wo es herkommt, wenn es dir hilft, zur Besinnung zu kommen, tue es, probiere es aus, alleine, in Gruppen…

Mein Transformationsradar

Der Begriff “Transformation” ist derzeit in massivem Gebrauch – und wird doch sehr unterschiedlich verwendet. Für die einen stellt er die Veränderung des Mindsets dar, für die anderen die Einführung von digitalen Geschäftsmodellen im Unternehmen, für dritte die Umwandlung von Spannungen in einem Trafo. Je nachdem, aus welcher Perspektive wir auf Transformation blicken, werden unterschiedliche Bilder in uns auftauchen. Etymologisch betrachtet bedeutet Transformation lediglich eine Umwandlung. Ob es die eines Systems ist, die elektrischer Spannung oder die von Strukturen, ist dabei zweitrangig.

Dennoch wird an allen Ecken und Enden landauf und landab Transformation gefordert. Das alte kann nach Covid nicht weitergehen, das Neue ist noch ein Silberschweif am Horizont. Aus diesem Grunde haben sich verschiedene TransformationsbegleiterInnen zusammengetan und ihre Erfahrungen mit Transformation dahingehend untersucht, was nötig ist, um Transformationskräfte wahrzunehmen. Entstanden ist ein IHK-Zertifizierter Lehrgang “Fachmann/Fachfrau Transformationsbegleitung” mit 14 Lehrgangstagen und dazwischenliegenden Online-Sessions. Zielgruppe sind vorallem diejenige Führungskräfte und Mitarbeitenden, die Transformation aus dem Inneren des Unternehmens begleiten wollen. Aber auch Menschen, die als externe Berater diese Prozesse anstoßen und begleiten, sind willkommen.

Transformation muss jedoch immer auch von oben gewollt werden. Maßgebliche Hindernisse in diesem Wollen ist oft ein fehlendes Vertrauen oder die geringe Fähigkeit, den Silberstreif am Horizont zu sehen. Daher gibt es für Entscheider einen dreistündigen Online-Workshop, der mit dem Thema so umgeht, dass dabei erste Erfahrungen gemacht werden können, was sich am eigenen Mindset ändern muss, damit Transformation beobachtet wird. Dieses Transformationsradar ist nicht nur hilfreich für Top-Entscheider, sondern ebenfalls für die begleitenden Mitarbeiter und Externen.

Ganz konkret geht es darum, zu erfahren, wie und in welcher Haltung, innere Veränderungsprozesse angestoßen werden können. Welche Fragestellungen sind dabei zu beachten? Denn wo Mensch fragt, ist er offen für die Signale, die bereits im Raum liegen. Häufig werden sie nicht entdeckt, weil wir die Beobachtung zu stark auf die Antworten lenken. Dann müssen wir uns auch nicht wundern, wenn wir hin und wieder anecken, weil wir die Steine unter der Oberfläche nicht gesehen haben.

Mehr Infos und Fragen? Dann gerne an mailen.

Evidenz

Claus Otto Scharmers Theory U tritt in meiner elektronischen Bias derzeit sehr häufig zutage. Viele geschätzte Kolleginnen und Kollegen berichten von den beeindruckenden Erlebnissen, die sie auf der Reise durch das U gemacht haben.

Auch ich habe mich auf solche Reisen begeben und dabei sehr wertvolle Begegnungen, einen sehr offenen Austausch und eine Kraft erfahren, die dem open mind, open heart und open will entspricht.

Das Erlebnis ist beeindruckend. Es gibt Kraft, macht mutig und zuversichtlich. Und doch stellt sich mir die Frage, ob ich wirklich den tiefsten Punkt des U erreicht habe?

Der leise Zweifel, der sich einschleicht, entsteht dabei aus meinem Wunsch, den Prozess zu beobachten, während ich ihn durchlaufe. Schliesslich möchte ich diese Technik auch mit Kunden anwenden können und muss daher begreifen, wie sie funktioniert und was wann wo passiert.

Solange ich aber noch denkend beobachte, ist ein Restfunke jenes Drängens in mir, etwas unbedingt lösen zu wollen. Ich verspüre die Angst, eine falsche Lösung zu finden. Und diese Angst verhindert den presencing-Moment. Mit diesem Denken beginne ich nämlich zwanghaft, einen Prototypen zu konstruieren. Ich versuche, einer Lösung vorzugreifen und nutze dafür alle meine vorher gemachten Erfahrungen. Damit zeigt sich aber, dass diese Erfahrungen urplötzlich sofort alle wieder da sind und mein Loslassen dieser alten Erfahrungen missglückt ist.

Es hat eine Zeit gedauert, bis ich das verstanden habe. Wenn ich in neuen Ulabs mitmache, entdecke ich immer wieder diese Schwelle. Die dann empfohlene Arbeit mit dem Körper, das intensive hineinspüren, wertfreie Zusammentragen der inneren Bilder, machen es leichter, die Gedanken zu verhindern. Geschenktes Vertrauen wird dann zur Quelle von Evidenz.

Diese Erfahrung zeigt mir deutlich, wie meine Gedanken Quelle einer zukünftigen Realität sind. Und wo der feine Unterschied zwischen Evidenz, Erfahrung und Wissen liegt.

Bild von Ulrike Leone auf Pixabay

Vom Purpose zur Frage

Welche Frage bearbeitet dein Unternehmen zum Wohle der Gesellschaft?

Ich beobachte seit dem Erscheinen von Laloux “Reinventing Organisations” mit großem Interesse die Entwicklung und das Echo von Unternehmen, die sich die Frage nach ihrem Sinn stellen und diese dann mit ein paar wenigen Sätzen beantworten. Es ist ermutigend zu sehen, wie immer mehr Menschen diese Ideen einfordern, ganze Beraternetzwerke sich dafür einsetzen und sich mit verschiedensten Methoden beispielsweise aus den “liberating structures” auf den Weg machen.

Anscheinend war die Definition von Leitbild, Vision und Mission des Unternehmens noch nicht tief genug im Unternehmen verankert, um langfristig genügend Bindungskraft sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden zu entwickeln. Oder aber die beratende Zunft (zu der ich mich selbst auch zähle) bedurfte neuer Unterscheidungsmerkmale, um sich aus der Masse abzuheben. Wer weiß…

Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten die meisten Unternehmen ihr Mission-Statement erstellt haben, stelle ich mir die Frage, was als Nächstes geschehen muss, um Mitarbeiter zu binden und Kunden zu gewinnen. Diese Frage entsteht, weil ich bei mir selbst Ermüdungserscheinungen feststelle, was die Formulierungen der Leitbilder und Purposeformulierungen betrifft. Sie scheinen sich oft sehr ähnlich. Und nur, wer an ihrer Entstehung mit beteiligt war, oder die Kultur des Unternehmens kennt, hat sie soweit verinnerlicht, dass sie als eigener Leitstern nicht zum Leidbild (mit d) verkommen.

Eine mögliche Antwort könnte sein, dass Unternehmen in Zukunft statt einem Leitbild eine möglichst konkrete Fragestellung entwickeln, deren Antwort noch nicht feststeht, die Unternehmensfrage.

Füreinander Leisten

Meine Überlegungen zur Unternehmensfrage möchte ich beginnen mit einem Zitat Götz Werners (Gründer dm-Drogeriemarkt), der sagte: “Wirtschaften ist füreinander Leisten” und damit in den Fokus rückte, dass die sinnvolle Arbeitsteilung dem einzelnen Menschen ein Leben nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten ermöglicht. Wenn ich selbst keine Kuh melken kann, dann brauche ich jemanden, der es für mich tut. Das Gleiche gilt für die Steuererklärung, die Werbeanzeige, den Bau eines Automobils etc.

Warum brauche ich diese Dinge und Dienstleistungen? Weil sie für mich ein Problem lösen. Sie machen mich satt, helfen mir durch den Paragraphendschungel, erreichen für mich meine Kunden oder lassen mich Zeit gewinnen für andere Aufgaben, die ich lieber mache.

Ein “Problem” definiere ich hier als etwas, bei dem ich in der Vergangenheit Erfahrungen und Glaubenssätze gebildet habe, die nicht mit meinen Vorstellungen für die Zukunft übereinstimmen.

Vom Problem zur Frage

Das genau gleiche gilt auch für eine Frage: Sie taucht auf, wenn meine Erwartungen und Hoffnungen an die Zukunft nicht mit den vergangenen Realitäten und erworbenen Glaubenssätzen übereinstimmen. Das spannende daran: Diese Frage treibt mich ständig an, nach Antwortmöglichkeiten zu suchen. Je stärker die Diskrepanz, desto mehr. Es sei denn, die Diskrepanz ist so groß, dass ich die Frage beiseite schiebe.

Eine der wohl bedeutendsten Fragen lautet für viele von uns: Was wird aus mir wohl noch werden? Die Frage “Was wird aus dir wohl noch werden” nennt auch Lex Bos in seiner Masterclass zur Dynamischen Urteilsbildung. Sie treibe uns ständig an, egal, ob wir einen Säugling, einen Jugendlichen oder einen Rentner beobachten. Sie ist aber auch Ausdruck dessen, was unsere Beziehung zueinander massgeblich beeinflusst: Interesse.

Ähnliche Fragen schaffen Beziehung

Treffe ich nun auf einen Menschen, der sich die gleiche oder eine ähnliche Frage stellt, entsteht erstaunlich schnell ein Dialog auf Augenhöhe und es bahnt sich Vertrauen an.

Natürlich tausche ich dann Erfahrungen und Vorstellungen aus. Auf der Suche nach einer Antwort auf meine eigene Frage geht es dabei nicht darum, die komplette Antwort zu bekommen, sondern um Mosaiksteine, die mir mögliche Wege aufzeigen. Und falls die Erfahrungen und Vorstellungen nicht total konträr sind, ergeben sich tatsächlich neue Anregungen und sogar konkrete Lösungsschritte.

Diese Gesetzmäßigkeit beim Umgang mit Fragen führt zu dem Vorschlag, sich im Unternehmen Gedanken dazu zu machen, welche Frage das Unternehmen zum Wohle der Gesellschaft bearbeitet. Denn was kann passieren, wenn diese Frage formuliert ist?

Zum Wohle der Gesellschaft

Ausgehend von Werners Definition des Wirtschaftens werden Unternehmungen, die nicht dem Gemeinwohl dienen, sondern lediglich Gewinnmaximierung für wenige Stakeholder betreiben, die eigene Unternehmensfrage mit den gängigen Lösungsmodellen recht schnell beantworten können.

Purpose getragene Unternehmen hingegen fallen deswegen auf, weil sie sich zur Frage des Gemeinwohls bereits viel intensivere Gedanken gemacht haben und diese auch formulieren können. Aber auch für Unternehmungen, die erst beginnen, sich mit dem Purpose zu beschäftigen, entstehen mit der Unternehmensfrage ganz neue Möglichkeiten.

Die Unternehmensfrage als Leitbild

Mit KATALYST arbeite ich an der Frage: Wie können wir Eigenverantwortung in der Zusammenarbeit von Menschen so unterstützen, dass sich die Mitarbeitenden und Führungskräfte in ihrem Potenzial voll entfalten können?

Mit der Kenntnis dieser Frage kann ich alle meine Handlungen, meine Kunden und Lieferanten mit ins Boot holen.

Meinen Lieferanten signalisiere ich damit, woran ich arbeite, und ich kann seine Angebote und Dienstleistungen daraufhin prüfen, ob sie ein sinnvoller Mosaikstein sind. Der Mitarbeiter für die Programmierung der Webanwendung kann sofort verstehen, dass es sich um Potenzialentfaltung von Führungskräften und Mitarbeitern handelt – und kennt damit bedingt meine Zielgruppe, weiss jedoch auch, welche Ansicht ich vertrete (Selbstverantwortung). Meine Kunden werden sich entweder diesen beiden Kundengruppen (Führungskraft/Mitarbeiter) zuordnen oder aber einer Gruppe von Beratern, Trainern, Coaches, die die gleichen Ziele mit ihren Kunden erreichen wollen. Mögliche zukünftige Mitarbeiter können verstehen, dass ihre Arbeit dann für das Unternehmen wertschöpfend ist, wenn sie zu einzelnen Aspekten der Antwort beitragen. Im Bewerbungsgespräch könnte genau die Frage gestellt werden, was ihr Anteil an der Bearbeitung der Unternehmensfrage sein kann und soll.

Warum keine Antwort die bessere Lösung ist

Positioniere ich meine Unternehmensfrage und mache klar, dass ich noch nicht die definitive Antwort darauf gefunden habe, so kann ich an ihr sehr einfach prüfen und darstellen, was mein Unternehmen macht, ob sich die Mitarbeitenden sinnvoll einbringen können, wie sich Lieferanten und Kunden damit beschäftigen. Ich kann sehr wohl meine Erfahrungen und Zielsetzungen darstellen, kann meine Lösungsvorschläge als Angebote unterbreiten und die mich tragenden Werte benennen. Bleibt die Frage aber noch in Teilstücken unbeantwortet, lädt sie nicht nur Lieferanten und Mitarbeitende, sondern auch mögliche Kunden dazu ein, an einem weiteren Mosaikstein zu arbeiten. Das ist dann die Kundenzentrierte Entwicklung von Lösungen.

Sollte diese Frage jemals beantwortet sein und es gibt die eine und einzigartige Lösung dafür, dann ist das Unternehmen und die Zusammenarbeit mit Lieferanten damit hinfällig geworden. Denn wenn diese Lösung beschreibbar ist, ist sie sofort duplizierbar und es muss niemand mehr daran arbeiten.

Ist unsere Frage beantwortet, was aus uns werden kann, so sind wir es geworden. Wenn nichts weiteres aus uns werden kann, dann fehlt die Frage nach dem Sinn unseres Lebens und unsere Motivation.

In diesem Sinne bin ich gespannt darauf, welche Kernfrage ihr mit eurem Unternehmen bearbeitet.

Die Magie der Dreiecke

Vor ein paar Wochen las ich einen Beitrag auf LinkedIn über die Stärkung der Vertrauenskultur bei Uber. Neben dem, was textlich kurz beschrieben war, fand ich eine Abbildung mit einem Dreieck, an dessen jeweiligen Ecken drei wesentliche Aspekte genannt wurden, die für die Stärkung von Vertrauen notwendig sind.

Mir geht es so, dass ich derartige Abbildungen sehr schätze, weil sie einprägsam sind. Ich prüfe sie aber auch daraufhin, ob ich die vereinfachte Darstellung nachvollziehen kann. Und in diesem Artikel möchte ich ein paar Gedanken über derartige Dreiecke teilen.

Warum Magie?

Eine Polarität, wie sie beispielsweise in der Darstellung der bipolaren intrinsischen Motivation gewählt wird, hilft uns zu verstehen und zu reflektieren, was sich widersprüchlich anfühlt. In vielen Übungen gibt es den Umgang damit, indem man sich selbst oder einen Vertreter zwischen den Polen platziert. So sieht man schnell, wie stark die eine Seite die andere überwiegt. In Umfragen ist Polarität ein häufig genutztes Tool, um Abschätzungen darzustellen.

Auch den Umgang mit Quadranten sind wir gewohnt. Sie vereinen zwei unabhängige Polaritäten miteinander. Ob in Porters Diamond Modell oder in SWOT- Analysen, sie werden von uns ebenfalls leicht verstanden.

Dreiecke sind da etwas besonderes. Es gibt nicht das klare Gegenüber, die Konfrontation. Sondern das Gefühl, welches sich einstellt. Wenn ich von einer Ecke aus auf die gegenüberliegende Seite schaue, ist in manchen Dreiecken die Spannung, der gegenüberliegenden, scheinbaren Polarität zu empfinden. Damit entsteht Ambivalenz und Achtsamkeit. Drei konkrete Beispiele dazu:

Bermudadreieck des Projektmanagements

“Zeit ist Geld” heißt ein Sprichwort. Beide Komponenten treten im Magischen Dreieck oder im Bermudadreieck des Projektmanagements auf. Sie werden jedoch durch eine dritte Komponente ergänzt: Qualität. Geringe Qualität entsteht, wenn zu wenig Zeit oder zuwenig Geld in die Veredelung der Komponenten gesteckt wird. Oder auch wenn von beidem zu wenig vorhanden ist.

Über dieses Dreieck bin ich 2007 gestolpert und fragte mich: Was ist denn mit dem Menschen? Wo taucht er in diesem Dreieck auf? Und ist es nicht so, dass der Mensch als ausführender und steuernder Faktor unbedingt mit beachtet werden muss, wohingegen Geld das Resultag der erfolgreichen oder erfolglosen Dreiecksbeziehung darstellt?

Magisches Dreieck der Unternehmensführung

So kam ich auf das Magische Dreieck der Unternehmensführung. Die Inhalte, sprich die Produkte, Unternehmensziele, werden durch Menschen in Prozessen gefertigt. Sind die Beziehungen der Menschen zu den Prozessen oder Inhalten (oder beidem ;-)) mangelhaft, lässt sich kein gutes Ergebnis erzielen. Inhalte, Prozesse und Beziehungen bilden daher auch ein solches magisches Dreieck. Für Geld können wir uns Produkte und Dienstleistungen kaufen. Für alle diese Produkte haben Beziehungen von Menschen zu vorherigen Produkten über eine gewisse Zeit stattgefunden. Selbst bei den Dienstleistungen geht es uns in letzter Instanz darum, dass sich etwas in der Realität wahrnehmbar ändert. Im Konzert ist es der akustische Genuß über einen Zeitraum. Bei einer Beratung im Unternehmen erwarten wir am Ende eine Veränderung der Unternehmensbilanz, andere Prozesse und tragfähigere Beziehungen untereinander.

Wirkungsdreieck des Vertrauens

Die drei Ecken des oben genannten Vertrauensdreiecks werden mit Authentizität, Empathie und Logik gekennzeichnet. Authentizität entsteht im Handeln, Empathie im Herzen und Logik im Kopf.

In der “Bildung für nachhaltige Entwicklung” heißt es “Lernen mit Kopf, Herz und Hand”. Die Einflüsse des Denkens auf Gefühl und Handeln sind mir ebenso nachvollziehbar, wie die jeweiligen anderen Kombinationen.

Team, Kunde, Stabsfunktionen

Im Rahmen von Unternehmen gibt es auch das Dreieck aus Team, Kunden und Stabsfunktionen. Während ein funktionierendes Team die Weisungen der Stabsfunktionen so umsetzt, dass sie dem Kunden dienlich sind, hilft auch der Anspruch der Kunden den Stabsfunktionen und dem Team, sich entsprechend zu organisieren.

Dreieck, Sechseck, Kreis

Kann man die Dreiecke auch kombinieren? Was bedeuten dann die jeweiligen Seiten?

Das Team-Kunde-Stab-Dreieck lässt sich problemlos in das Magische Dreieck der Unternehmensführung einbetten. Dann entsteht ein Sechseck gegen den Uhrzeigersinn mit folgenden Bezeichnungen: Inhalt(Ziel), Kunde, Beziehung, Team, Prozess, Stabstellen.

Wie passt jetzt Authentizität, Empathie und Logik dazu?

Rein Assoziativ würde ich Authentizität gerade beim Produkt, bzw beim Inhalt ansiedeln. Empathie bei der Beziehung und Logik bei den Prozessen.

Diese anfänglichen Überlegungen führen dazu, dass ich vermute, wir sprechen von verschiedenen Ebenen der gleichen sozialen Gesetzmäßigkeiten. Meine Untersuchungen dazu dauern an.

Vielleicht gibt es in deinem Erfahrungsraum auch solche Dreiecke, die du in die von mir beschriebenen mit einbinden würdest. Ich bin gespannt. Bereits im ersten Brief der Korinther taucht das Trio Glaube, Hoffnung und Liebe auf…

Leben in einer Welt des “Beweisen müssens”

Woher kommt das eigentlich – und wohin führt uns das?

Seit Jahren begleite ich Studierende bei der Erstellung ihrer Masterthesen. Die Vorgehensweise erscheint klar. Nachdem in einer Beschreibung der Situation Widersprüche aufgezeigt wurden, wird eine Forschungsfrage formuliert und sich dann systematisch an deren Beantwortung gemacht. Dabei gilt es, nicht irgendwelche Behauptungen aufzustellen, sondern geprüfte Quellen zu zitieren, die belastbare Aussagen treffen. Und dann findet man eventuell die Antwort auf die Forschungsfrage.

Auch im Marketing für Trainer und Coaches findet man jede Menge Referenzen, Zertifikate, Empfehlungen. Wir lernen bereits in der Schule, nicht die “Katze im Sack” zu kaufen und erhöhen unser Misstrauen gegenüber allem Fremden.

Das führt dazu, dass immer neue Zertifikate, Studiengänge in sehr spezialisierte Fachkompetenzen und neue Fachbegriffe erfunden werden. Die Kreativität wird auf die Entwicklung von Rechtfertigungsstrategien verschwendet, statt auf die Entwicklung neuer Ideen.

Wir sind – wenn wir versäumen, uns einfach mal der eigenen Erfahrungs- und Gefühlswelt zu öffnen – Weltmeister der Rechtfertigung, bekommen einen scharfen Verstand und können die Welt sezieren. Aber wir werden uns schwer tun, Neues zu schaffen.

Beim Sezieren beschäftigen wir uns mit dem Toten. Wir schauen an, was gewesen ist und wie es in seine Einzelteile zerfällt.

Dem gegenüber steht die Auseinandersetzung mit dem Lebendigen, dem Werdenden. Dabei müssen wir das Leben geschehen lassen und Freiräume für Selbstentwicklung geben. Unvorhergesehenes muss geschehen können. Dann entsteht Erfahrung.

In Unternehmen ist der Raum für Erfahrungen oft nicht gewünscht. Wir suchen Lokführer, Fachplaner, Gärtner … Und wir hoffen, dass sie ihren Beruf verstanden haben, am besten so, daß wir ihnen möglichst wenig erklären müssen. Dann funktioniert auch die Zusammenarbeit – hoffen wir zumindest.

Es gibt aber auch die Quereinsteiger, Menschen, die Lust auf eine neue Erfahrung haben, die lernen wollen und sich ihre Fachkompetenz durch ganz viel Ausprobieren erarbeitet haben. Diese können oft keine Zeugnisse darüber vorweisen, Und wären wahrscheinlich die bessere Stellenbesetzung. Denn sie bringen den zukünftigen Entdeckergeist, Innovationsfreude und Lernbereitschaft mit.

Ich durfte viele Studierende auf ihrem Weg zum “International MBA in Management and Communications” begleiten. Die Meisten wollten den Titel, um eine bessere berufliche Position zu erreichen. Diejenigen, die aus Interesse an den Inhalten kamen, gaben die Impulse für die Höchstleistungen. Manchmal zerbrach ein Lernteam an den extrem polaren Ausprägungen. Wenn es aber gelang, das Eigeninteresse und nicht das Bestehenwollen zu wecken, dann konnten die Kurse grandiose Leistungen erbringen.

Gerade in der Krise zeigt sich die Notwendigkeit, sich mit Unwissenheit und Neugier auf das Leben einzulassen. Meine Empfehlung: holt euch immer wieder Menschen, die aus Eigenerfahrung gelernt haben und keine Scheu haben, lebenslang zu lernen. Oft erkennt man sie daran, dass sie bereits vieles gemacht haben, aber wenige Zeugnisse vorweisen können.

Um herauszufinden, ob ihr ihren Erfahrungen trauen könnt, müssen wir sehr gut zuhören können und ihnen die richtigen Fragen stellen, damit sie ihre Erfahrungen auch offen artikulieren.

Wo hast Du das letzte Mal aus Lust an der Erfahrung gelernt?

Wie du lernst, die richtigen Fragen zu stellen, erfährst du hier

Gesten für virtuelle Teambesprechungen

Geht es Dir auch so, dass Du in virtuellen Besprechungen abschaltest, weil jemand zu lang oder nicht mehr zum Thema redet? Da dich aber der Moderator stumm geschaltet hat, schaltest Du auch lieber ab und wendest dich deinen Mails zu?

Gerade in virtuellen Teambesprechungen ist es notwendig, dass jeder an der Moderation mitbeteiligt ist. Üblich ist schon das allgemeine Daumen-Hoch oder das stumme Beifall signalisieren durch Händeschütteln. In diesem Artikel möchte ich dir ein paar weitere Gesten vorstellen und Hinweise geben, wie Du in virtuellen Meetings die Teilnehmer interaktiver mehr einbinden kannst.

Die Idee zu diesem Artikel kam mir bei einem Meetup der CLC Corporate Learning Community München zum Thema “Erlebnis- und erfahrungsorientierte Methoden in virtuellen Trainings”. Im Rahmen des interaktiven Austausches stellte ich meine sechs Gesten vor und wir haben kurz – aber knackig darüber diskutiert. Da wir sowieso beim Thema “interaktiv” sind: Starte selbst und mach dir Gedanken darüber, wie Du die folgenden Symbole und ihre Erklärungen in einer Gestig darstellen kannst.

In unserer MeetUp-Session haben wir darüber diskutiert, ob die Kotz-Dich-Aus-Geste auch wertschätzend dargestellt werden kann. Ich denke, dass ist je nach Teamkultur durchaus zu beachten. Vielleicht findest Du etwas anderes, was in eine ähnliche Richtung führt.

Von Petra lernte ich die Kreisende Hand über dem Kopf kennen. Sie nutzt diese Gestik, um den anderen Teilnehmenden zu sagen: Das, was Du gerade sagst, ist schon gesagt, bitte ergänze nur Neues.

Bernhard warf ein: Es wäre doch toll, wenn man zu Beginn des Online-Workshops die Teilnehmenden gleich selbst sich Gesten überlegen lässt, mit denen Sie sich stumm äußern können. Dann hätten sie auch gleich etwas, mit dem sie sich vorstellen könnten.

Welche Gesten fallen Dir ein? – Und wofür fehlen dir noch Gesten, um als stummer Teilnehmer in Online-Meetings in die Moderation einzugreifen? Ich freue mich über deine Rückmeldung!

Die sechs Symbole für den obigen Gedankenimpuls entstammen übrigens dem Kartenset “KATALYST – Quiet Moderation Cards”. Diese Karten dienen dazu, dass in Präsenzmeetings auch in größeren Gruppen, jeder in die Moderation mit eingreifen kann, ohne das gesprochene Wort des aktuellen Redners zu unterbrechen.

… Und wenn am Ende des Tagesordnungspunktes noch ein Elch auf dem Tisch übrig bleibt, klärt der Elchhüter, ob daraus ein neuer Tagesordnungspunkt entsteht und wer mit wem den Elch vom Tisch zu holen hat…